Gleichgewicht und Koordination im Alter

Die Physiotherapeutin stützt einen älteren Mann am Arm, der am Gehstock läuft. Er trägt ein blaues Hemd und eine braune Hose, Brille und hat graue Haare.

Um uns überhaupt Bewegen zu können, ohne dabei Schwindel zu empfinden, besitzen wir in unserem Innenohr liegend das Gleichgewichtsorgan. Kurz gesagt besteht es aus einer bestimmten Flüssigkeit, die schon durch die kleinste Bewegung ihre Position verändert. Dadurch werden feine Härchen, die sich ebenfalls dort befinden, in Bewegung gesetzt. Diese feinen Härchen geben Signale ans Gehirn. So erkennt das Gehirn unsere aktuelle Position. Zusätzlich wird unser Gleichgewichtsorgan noch von unseren Augen und dem Tastsinn unterstütz. Das Gehirn sammelt alle Signale und vergleicht sie miteinander.

Das Gleichgewicht hilft uns also, uns im Raum zu orientieren und blitzschnell Bewegungen umzusetzen, z. B. im Falle eines Sturzes aber auch uns sicher fortzubewegen. Ein gut trainierter Gleichgewichtssinn gibt uns Sicherheit.

Doch im alter nimmt diese Sicherheit meist zunehmend ab. Die Ursachen sind oft Immobilität, damit einhergehende Abnahme der Muskulatur oder eine abnehmende Sehkraft, aber auch Medikamente, Gangstörungen und Koordinationsstörungen. Zusätzlich wird das Ohr weniger durchblutet und Signale langsamer ans Gehirn weitergeleitet.

Viele Betroffene fühlen sich unsicher und haben Angst zu stürzen, ein Teufelskreis entsteht. Folgen wie Übelkeit und Kopfschmerzen kommen oft als Folgeerscheinung eines gestörten Gleichgewichtssinns hinzu.

Aus diesem Grund ist es wichtig, das Gleichgewicht regelmäßig und schon präventiv zu trainieren. Denn so wird nicht nur eine gewisse Sicherheit beim Gehen gewährleistet, sondern auch die Tiefenmuskulatur gestärkt, die Haltung und Stabilität verbessert und die Motorik sowie Koordination geschult. Die Lebensqualität wird langfristig verbessert.

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