Was ist Arthrose überhaupt?
Arthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen, welche das muskuloskelettale System beeinflusst und sich durch schleichenden Verlust an Knorpel charakterisiert. In Deutschland sind 17-18 % der Erwachsenen von der Erkrankung betroffen. Das Risiko steigt allerdings mit steigendem Alter rasant. Ab dem 80. Lebensjahr weist fast jeder zweite Spuren von Arthrose auf. Besonders oft sind Knie-, Hüft-, Schulter- und Fingergelenke erkrankt.
Doch was genau hilft, präventiv sowie bei bereits belasteten Gelenken? Hier sind die Fakten!
- Knorpel braucht Belastung: Knorpel hat keine Blutgefäße, daher ernährt er sich über Druck & Entlastung
- Moderate Bewegung:
- Hält Knorpel elastisch & belastbar
- Regelmäßig, dosierte Belastung aktiviert knorpelschützende Prozesse
- => Was wiederum zu: weniger Entzündung, bessere Reparatur, mehr Proteoglykane (Wasserspeicher des Knorpels) führt
- Muskeln entlasten das Gelenk:
- Weniger Druck auf dem Knorpel
- Muskelaufbau ist bei Arthrose keine Option, sondern Therapie
- => Mehr Stabilität, weniger Schmerz
- Schonung: Zu wenig Belastung, sodass der Knorpel austrocknet, dünner und empfindlicher wird
Das sagt die Forschung:
- Moderate Belastung kann Knorpelqualität stabilisieren
- Bewegung schadet dem Knorpel nicht
- Schmerz, Funktion & Lebensqualität verbessern sich nur, wenn Patient*innen aktiv mitarbeiten
denn: „Menschen, die wissen, wie Arthrose funktioniert, haben weniger Schmerzen & mehr Funktion.“
Hier ist Selbstmanagement=Selbstwirksamkeit! Unsere Tipps für dich!
- Aktiv bleiben: DU hast jeden Tag einen Einfluss – Schonung = Abbau!
- Alltag anpassen & regelmäßig Trainieren: 2–3 kurze Einheiten täglich wie Gehen oder Radfahren, verbessern Versorgung & Gleitfähigkeit
- Belastung verstehen: Die Dosis macht die Therapie, Physio alleine reicht nicht!
- Angst vor Bewegung verlieren

