Von 0 auf 100-Die fünf Phasen bis zum ersten Schritt

Kleinkind von hinten wie es durch den Raum läuft bei seinen ersten Schritten.

Phase 1: Drehen

wusstet Ihr, dass ein Baby mit 4-6 Monaten in Rückenlage seine Füße sogar in den Mund nehmen kann? Verrückt, aber gleichzeitig superwichtig. Denn aus dieser Bewegung heraus geht es los. Durch verschiedene Reize kommt es ins Kugeln und kippt schließlich auf die Seite und von dort aus auf den Bauch. Sobald es das kann, wiederholt es dies ständig und ermüdet schnell in Bauchlage. Eine anstrengende Zeit für alle Eltern, denn von alleine schaffen es die Kleinen nicht wieder zurück. Erst mit 7-8 Monaten kommen sie von alleine wieder in die Rückenlage zurück. Aber keine Angst, das ist völlig normal und wichtig für die nächsten Entwicklungsschritte.

Phase 2: Kreisen

Ab dem 7. Lebensmonat beginnen die Kleinen meist aus der Bauchlage heraus erste Fortbewegungsversuche, um ihre Umgebung zu erkunden. Meist erfolgen diese aus einer Kreisbewegung in Halbseitenlage (Einzel-Ellenbogenstütz) um die eigene Achse, um z. B.: etwas neben sich zu erreichen. Diese Bewegung nennt man auch Pivoting oder Kreiskriechen. Über Gewichtsverlagerung ist dies die Voraussetzung für das selbstständige Sitzen und das Bewegen nach vorne (robben). Auffällig wären hier Seitenunterschiede. Achtung eine bevorzugte Seite führt zu Dysbalancen einer Muskelgruppe!

Phase 3: Rocking

Der Übergang vom Robben zum Krabbeln findet meistens zwischen dem 9. und 10. Lebensmonat statt. Die Kleinen drücken sich auf die Hände und Knie. Erst vorsichtig, dann immer schneller werdend vor und zurück. Dies dient der Balance Übung. Schon bald sind erste unkoordinierten Vorwärtsbewegungen zu erkennen.

Phase 4: Krabbeln

Mit ca. 9-11 Monaten bewegen sich Kinder aus der Rocking Position heraus, indem sie die Hand mit dem gegenüberliegenden Bein nach vorn setzen. Für diese Bewegung müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein: Stützfähigkeit auf die geöffnete Hand, Rumpfstabilität und Gleichgewichtsreaktionen. Beim Krabbeln sind beide Hirnhälften gleichzeitig aktiv, diese Verknüpfung brauchen wir später für die Raumorientierung und zum Lesen – und Schreiben lernen.

Phase 5: Laufen

Jetzt geht es langsam los: Bis zum 18. Lebensmonat haben Kinder Zeit, selbstständig ins Laufen zu kommen. Eine breite Gangspur und eine Henkelstellung der Arme dienen anfangs zur Stabilität und sind sinnvoll für notwendige Stützreaktionen beim Hinfallen. Ein tapsiger Gang ohne Abrollen ist völlig normal. Übrigens: Kinder brauchen keine Hände der Erwachsenen oder sonstige Gehhilfen. Denn nur so kann man Stützreaktionen verhindern!

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