Wer kennt diese Aussage nicht? Doch was ist wirklich dran- wir gehen der Sache auf den Grund!
Schauen wir uns die Datenlage an:
- 1 Stunde Sitzen pro Tag = +2 % höheres Sterberisiko
- ~10 Stunden Sitzen/Tag = ~34 % höheres Risiko, früher zu sterben (körperliche Aktivität bereits berücksichtigt)
Doch wie relevant ist das wirklich?
3,8–5,9 % der Gesamtsterblichkeit könnten mit viel Sitzen zusammenhängen. Zum Vergleich: Rauchen erhöht das Risiko für die Gesamtsterblichkeit deutlich mehr mit ~17–21 %.
Was sagt die Wissenschaft nun zu diesen Fakten?
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Eine Beobachtungsstudie zeigte, dass wir Ø 9,3 h/ Tag sitzen
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Nur 18 % erfüllen WHO-Bewegungsempfehlungen
- Mehr Sitzen war verbunden mit:
- höherem Ruhepuls
- höherem Blutdruck
- mehr kardiovaskulären Symptomen
Daraus lässt sich schließen, dass langes Sitzen und der damit einhergehende Bewegungsmangel vor allem das metabolische Syndrom fördert. Folgen sind Diabetes, Gefäßschädigungen bis hin zu einem erhöhten Imfarktrisiko.
Bestätigt ist also:
- Bewegung kann einen Teil des Risikos mildern, aber nicht immer vollständig kompensieren, wenn Sitzzeiten sehr hoch sind
- Sitzzeit ist nicht so risikoreich wie intensiver Tabakkonsum (z. B. Pack-years-Effekte)
- Der direkte Vergleich „Sitzen ist gleich Rauchen“ ist nicht empirisch belegt – er ist ein metaphorischer Ausdruck
Unser Tipp für alle Langsitzer!
- Sport ist wichtig – aber es hebt langes Sitzen nicht komplett auf
- Bewegung über den ganzen Tag zählt!

